Lichter
In einer Fachbereichsbibliothek leihe ich einen Stapel Bücher für mein Diplom aus. Zwischendurch überfliege ich das Angebot an Belletristik und nehme Clemens Mayers "Die Nacht, die Lichter" mit. Sein Debüt "Als wir träumten" hatte mich ja schon von den Socken gehauen, auch wenn ich - was Bücher betrifft ziemlich typisch für mich - es erst spät nach seinem Erfolg für mich entdeckt habe.
Heute habe ich die Kurzgeschichten zu Ende gelesen und muss sagen, dass mich lange kein Buch mehr so bewegt hat. Unglaublich, wie behutsam er die Protagonisten beschreibt, wie mir zu den Geschichten Gesichter einfallen, Leute, die man auf der Straße sieht oder in seinem Umfeld kennt, denen es dreckig geht, denen das Leben hart zugesetzt hat, während ich selbst mit Naivität un Unbekümmertheit mein Leben gestalte.
Clemens Meyer ist so nah an der Realität, dass es sofort eigene Bilder die Geschichten ergänzen.
Ich denke an die vielen Trinker in dieser Stadt, vor den Kaufhallen und auf den Parkbänken, an die Alten, die alleine durch die Straßen schleichen, an die Einsamen, die man an ihrer Heruntergekommenheit erkennt, an die Freunde und Bekannten, die Probleme in ihrer Familie haben, an meine eigene Familie, in der vieles überhaupt nicht glatt lief.
Sehr aufwühlend.
Auch der örtliche Bezug der Geschichten spielt dabei eine Rolle, egal ob es die Beschreibungen von großen und kleinen Städte wie Leipzig, Halle oder auch Bitterfeld sind oder ob es um die austauschbaren, aussterbenden Dörfer sind - ich kann mich darin wiederfinden und habe das Gefühl, viele der Protagonisten von ihrem Typus her zu kennen.
Somit schließe ich mich der Beweihräucherung des Autoren an und möchte hinzufügen, dass diese Geschichten weitaus wichtiger sind als der hochgeistige Dünnschiss der meisten - mit Verlaub - westdeutschen, intellektuellen Schreiberlinge.
Danke für diese Literatur!
Heute habe ich die Kurzgeschichten zu Ende gelesen und muss sagen, dass mich lange kein Buch mehr so bewegt hat. Unglaublich, wie behutsam er die Protagonisten beschreibt, wie mir zu den Geschichten Gesichter einfallen, Leute, die man auf der Straße sieht oder in seinem Umfeld kennt, denen es dreckig geht, denen das Leben hart zugesetzt hat, während ich selbst mit Naivität un Unbekümmertheit mein Leben gestalte.
Clemens Meyer ist so nah an der Realität, dass es sofort eigene Bilder die Geschichten ergänzen.
Ich denke an die vielen Trinker in dieser Stadt, vor den Kaufhallen und auf den Parkbänken, an die Alten, die alleine durch die Straßen schleichen, an die Einsamen, die man an ihrer Heruntergekommenheit erkennt, an die Freunde und Bekannten, die Probleme in ihrer Familie haben, an meine eigene Familie, in der vieles überhaupt nicht glatt lief.
Sehr aufwühlend.
Auch der örtliche Bezug der Geschichten spielt dabei eine Rolle, egal ob es die Beschreibungen von großen und kleinen Städte wie Leipzig, Halle oder auch Bitterfeld sind oder ob es um die austauschbaren, aussterbenden Dörfer sind - ich kann mich darin wiederfinden und habe das Gefühl, viele der Protagonisten von ihrem Typus her zu kennen.
Somit schließe ich mich der Beweihräucherung des Autoren an und möchte hinzufügen, dass diese Geschichten weitaus wichtiger sind als der hochgeistige Dünnschiss der meisten - mit Verlaub - westdeutschen, intellektuellen Schreiberlinge.
Danke für diese Literatur!
kaput - 18. Jul, 19:59
